Raus aus dem Öl und jetzt umsteigen

Über 90 Prozent des Erdöls werden importiert

  • Obwohl die Anzahl der Ölheizungen in den letzten Jahren langsam zurückgeht, sind noch 800.000 Ölheizungen österreichweit in Betrieb. Neben den ökologischen Gründen gibt es auch ökonomische Gründe für einen Umstieg: Jahr für Jahr zahlen wir 8 Milliarden Euro netto für den Import von Öl, Kohle und Gas. Dieses Geld könnte in Zukunft in Österreich bleiben.

    Erdöl hat nach Kohle den zweithöchsten CO2-Emissionsfaktor. Je weniger Ölheizungen es gibt, desto besser für das Klima. Spätestens durch das Pariser Abkommen ist der vollständige Ausstieg aus Öl und Gas bis 2050 besiegelt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss bereits heute gehandelt werden.

Wärmepumpen, Holzkessel und Fernwärme sind beliebte Heizsysteme

  • Dank moderner Technologien, öffentlicher Unterstützung und hoher Akzeptanz in der Bevölkerung ist der Wärmemarkt ein Beispiel für eine erfolgreiche Energiewende. In Österreich ist ebenso ein Trend erkennbar: Auf Ölheizungen wird verzichtet und stattdessen auf klimaschonende Heizsysteme umgestiegen: Fernwärme, moderne Biomasseheizungen und vor allem Wärmepumpen zeigen beachtliche Wachstumsraten. Und das aus gutem Grund, denn zukunftsfähiges Bauen und Sanieren lohnt sich und setzt wirtschaftliche Impulse im Inland.

Wertschöpfung durch Energiewende

  • Der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme zahlt sich auch für die heimische Wirtschaft aus. Im Gegensatz zum Heizöl kommt der Energieträger Holz zum Großteil aus der Region, er wird im Falle der Pellets sogar exportiert und sichert Beschäftigung und Einkommen hierzulande. Österreich ist außerdem auch bei der zugehörigen Technologie europaweit führend.

Aktuell bleiben Heizöl und Erdgas am teuersten

  • Der Heizkostenvergleich der Energie- und Umweltagentur NÖ für die aktuelle Heizsaison zeigt, dass die jährlichen Energiekosten in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit Baujahr 1980 mit einer Erdwärmepumpe bei etwa 900 Euro liegen. Im Mittelfeld liegen die ökologischen Holzheizungen mit jährlichen Energiekosten von 1.000 bis 1.300 Euro. Am teuersten sind die Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger, wie Heizöl und Erdgas, mit bis zu 1.600 Euro.

    Ein Umstieg von einer alten Ölheizung auf ein modernes Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energien lohnt sich im Moment besonders und wird mit attraktiven Förderungen belohnt.

Energiekosten durch Sanierung halbieren

  • Von hohen Energiepreisen sind vorwiegend Altbauten betroffen. Das Sparpotenzial ist hier am größten. Eine thermische Sanierung bei Altbauten kann den Energieverbrauch halbieren – das steigert sofort den Wohnkomfort und senkt die Heizkosten.

    Ein Haus, welches plötzlich 20 oder 30 Prozent weniger Energie verbraucht, ist kein Traum! Das ist realistisch und jederzeit umsetzbar. Eine Energieberatung an Ort und Stelle gibt Ihnen Sicherheit über die ausstehenden Maßnahmen und aktuellen Förderungen!

  • Quelle: enu.at / März 2017